Hokkaido-Kürbis aus deutschem Anbau gibt es von Ende August bis Februar. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) nennt genau diesen Zeitraum als Hauptsaison: Die ersten heimischen Hokkaidos kommen Ende August in den Handel, Lagerware reicht bis etwa Februar. Reichlich ist das Angebot aus Deutschland nach BZfE-Angabe von August bis Oktober.
Wann hat Hokkaido Saison?
Die Saison hängt am Anbau. Kürbisse vertragen keinen Frost, deshalb beginnt die Aussaat auf dem Feld nach Angaben des BZfE erst ab Mitte Mai. Der Hokkaido ist bereits etwa drei Monate nach der Aussaat reif. Geerntet wird in der Regel vor dem ersten Frost, wenn die Früchte eine matte, feste Schale, die sortentypische Farbe und einen verkorkten Stiel haben. Danach werden die Kürbisse auf dem Hof mindestens zwei Tage getrocknet, gewaschen und entweder bei 10 bis 15 Grad eingelagert oder direkt an den Handel geliefert.
Weil Hokkaidos sich vier bis fünf Monate lagern lassen, endet das Angebot nicht mit der Ernte. Aus dem Lager kommt die Ware bis etwa Februar. Das BZfE nennt in der Hauptsaison große Mengen und beschreibt den Hokkaido deshalb als besonders preiswert, auch aus ökologischem Anbau. Wie Sie selbst angebaute oder gekaufte Kürbisse zu Hause aufbewahren, beschreibt der Artikel Hokkaido lagern.
Gibt es Hokkaido im Juli oder das ganze Jahr?
Das BZfE sagt, dass der Handel Kürbis von Herbst bis Frühjahr anbietet und dass zusätzlich Importware aus den Niederlanden, Italien oder Spanien in den Handel kommt. Wenn das Angebot aus Deutschland nicht reicht, kommt laut BZfE auch Ware aus Spanien, Italien, Südafrika oder Ägypten dazu. Welche Monate das im Einzelnen betrifft und ob Hokkaido im Juli oder im Frühsommer regelmäßig zu haben ist, ließ sich in den abgerufenen Quellen nicht klären. Eine belastbare Angabe dazu ließ sich nicht finden. Die Monatstabelle im BZfE-Saisonkalender ist eine Grafik, die sich nicht als Text auswerten ließ.
Wer Hokkaido außerhalb der heimischen Saison kauft, sollte wissen, dass die Ware weite Wege hinter sich haben kann. Das BZfE schreibt, dass Kürbis im ungünstigen Fall Tausende Kilometer per Kühlschiff oder Lastwagen zurückgelegt hat und sein CO2-Fußabdruck dann deutlich höher ausfällt. Als Tipp nennt das BZfE: in der Hauptsaison Kürbis aus deutscher Erzeugung kaufen und bei geeignetem Lagerplatz einen kleinen Vorrat anlegen, aber nur unbeschädigte Kürbisse einlagern.
Wo wird Kürbis in Deutschland angebaut?
Das BZfE gibt an, dass sich die Anbaufläche für Speisekürbis in Deutschland zwischen 2007 und 2024 vervierfacht hat und die Erntemenge fast verdreifacht. Gut 70 Prozent der Flächen liegen in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Rund 40 Prozent der Flächen werden ökologisch bewirtschaftet. Der Hokkaido ist dabei mit Abstand der beliebteste Kürbis in Deutschland, und er wird hierzulande seit den 1990er Jahren angebaut.
Das Statistische Bundesamt weist für das Jahr 2025 für Speisekürbisse insgesamt 5.750 Hektar Anbaufläche aus, 9,5 Prozent mehr als 2024. In der Tabelle des Amtes sind 2.130 Betriebe und eine Erntemenge von rund 121.700 Tonnen verzeichnet. Diese Zahlen gelten für alle Speisekürbisse zusammen, etwa Hokkaido, Butternut und Riesenkürbis, und nicht für den Hokkaido allein. Wer wissen möchte, woher die Sorte stammt, findet das im Artikel Woher kommt der Hokkaido.
Wann Sie den eigenen Hokkaido im Garten ernten, erklärt der Artikel Hokkaido ernten. Worauf Sie beim Einkauf achten, steht im Artikel Hokkaido kaufen.
Quellen und weiterführende Links
- BZfE: Kürbisse: Von der Ernte in den Handel
- BZfE: Kürbisse: Auf dem Acker
- BZfE: Kürbisse: Gesundheit und Umwelt
- BZfE: How-to: Kürbis
- BZfE: Der Saisonkalender
- Statistisches Bundesamt: Gemüseernte erreicht 2025 neuen Höchststand
- Statistisches Bundesamt: Betriebe, Anbauflächen, Erträge und Erntemengen von Gemüse