
Ein Hokkaido gelingt im Ofen auch ohne Schälen: Sie schneiden ihn in Stücke, würzen ihn mit etwas Öl und garen ihn bei 180 Grad Umluft. Als Richtwert nennt die Verbraucherzentrale Niedersachsen 20 bis 30 Minuten. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) ergänzt, dass sich der Kürbis im Ganzen oder in Scheiben backen lässt und danach in Risotto, Nudelgerichten, Gulasch oder Auflauf verwendet werden kann.
Hokkaido-Spalten aus dem Ofen
Die einfachste Form ist Ofengemüse. Nach den Angaben des BZfE eignen sich Kürbisspalten für Ofengemüse, für Flammkuchen oder für den Grill. Dazu waschen Sie den Hokkaido, halbieren ihn, entfernen Kerne und Fasern und schneiden ihn in Spalten oder mundgerechte Stücke. Wie das sicher gelingt, steht im Artikel Hokkaido schneiden, halbieren und entkernen. Die Schale bleibt dran, denn der Hokkaido muss nicht geschält werden, und sie wird beim Garen weich.
Verteilen Sie die Stücke auf einem Backblech, geben Sie Öl und Gewürze darüber und mischen Sie alles. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen heizt den Ofen auf 180 Grad Umluft vor und gart das Gemüse 20 bis 30 Minuten. Wie lange Ihr Kürbis genau braucht, hängt von der Größe der Stücke ab: Kleinere sind eher fertig, dicke Spalten brauchen länger. Probieren Sie deshalb gegen Ende mit einer Gabel, ob sich ein Stück leicht einstechen lässt. Das ist Küchenpraxis und keine Vorgabe der Quellen.
Zutaten und Gewürze
Das Rezept der Verbraucherzentrale Niedersachsen ist für zehn Kinderportionen ausgelegt und mischt den Kürbis mit weiterem Gemüse. Es verwendet:
- 1,5 Kilogramm Hokkaido-Kürbis
- 500 Gramm Möhren
- 400 Gramm Zucchini
- 300 Gramm Paprika
- 200 Gramm Kohlrabi
- 1 Knoblauchzehe
- 50 Milliliter Kürbiskernöl
- 1 Teelöffel Salz, Pfeffer und Rosmarin
Möhren, Zucchini und Kohlrabi werden geschält, die Paprika wird halbiert und entkernt, alles in mundgerechte Stücke geschnitten. Den Knoblauch hacken Sie grob, vermischen ihn mit Öl und Gewürzen und verteilen ihn über dem Gemüse auf dem Blech. Für ein Gericht mit weniger Portionen rechnen Sie die Mengen entsprechend herunter. Dazu empfiehlt die Verbraucherzentrale Niedersachsen einen Joghurtdip mit Kräutern: 300 Gramm Naturjoghurt, eine Prise Zucker, Salz, 60 Gramm gehackte Kräuter wie Petersilie, Dill oder Pfefferminz und einen Teelöffel Senf miteinander verrühren.
Kürbishälften und ausgehöhlte Kürbisse
Sie müssen den Hokkaido nicht klein schneiden. Das BZfE nennt auch das Backen im Ganzen. Für kleine ausgehöhlte Kürbisse empfiehlt es Backofen oder Heißluftfritteuse, mit oder ohne Füllung. Dann erübrigt sich das Schälen, denn das Fruchtfleisch lässt sich hinterher einfach auslöffeln. Ideen zum Füllen finden Sie im Artikel Gefüllter Hokkaido. Eine genaue Zeit für ganze oder halbe Hokkaidos nennt keine der geprüften Quellen, deshalb steht hier keine. Hier lohnt die Garprobe mit der Gabel besonders.
Was nach dem Backen damit passiert
Gebackener Kürbis ist ein Zwischenschritt für viele Gerichte. Die BZfE-Anleitung nennt Risotto, Nudelgerichte, Kürbis-Gulasch und Auflauf. Eine Suppe kochen Sie dagegen auf dem Herd, das Rezept steht im Artikel Hokkaido-Kürbissuppe. Bei anderen Kürbissorten empfiehlt das BZfE übrigens, die Stücke vor dem Schälen etwa 20 Minuten bei 150 Grad vorzugaren. Beim Hokkaido ist das nicht nötig, weil er nicht geschält werden muss.
Quellen und weiterführende Links
- Verbraucherzentrale Niedersachsen: Kürbisgemüse aus dem Ofen (PDF)
- BZfE: How-to: Kürbis
- BZfE: Kürbisse: Vom Einkauf in die Küche