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Woran erkennt man, dass ein Hokkaido-Kürbis schlecht ist?

Druckstellen, Schimmel, Geruch und Bitterkeit: So prüfen Sie, ob ein Hokkaido noch gut ist, und was grüne Stellen bedeuten.

Von Daniel Weihmann · aktualisiert am

Frischer Hokkaido-Kürbis neben einem verdorbenen mit Faulstellen und Schimmel

Ein Hokkaido ist schlecht, wenn er Schimmel zeigt, matschige oder faulige Stellen hat oder roh bitter schmeckt. Alle drei Zeichen gelten als Grund, ihn wegzuwerfen. Hokkaido Kürbisse sind sehr lange haltbar: Nach Angaben des Bundeszentrums für Ernährung (BZfE) halten sich gut ausgereifte Winterkürbisse mit harter, unversehrter Schale und intaktem Stiel mehrere Monate an einem dunklen, kühlen Ort.

Angeschnittene Kürbisse halten dagegen nur ein paar Tage bis etwa eine Woche im Gemüsefach des Kühlschranks, luftdicht verpackt. Diese Haltbarkeit ist nicht endlos, und irgendwann ist auch ein Hokkaido nicht mehr genießbar.

Ist der Kürbis schlecht? Darauf sollten Sie unbedingt achten

Von außen dürfen keinerlei Schimmelbildungen auf der Schale zu sehen sein. Schimmel zeigt sich nach Angaben des Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Niedersachsen (LAVES) als kleine weiße oder farbige Flecken. Weiße Härchen oder ein Flaum auf der Schale gelten gewöhnlich als Warnzeichen, das ist eine Beschreibung aus der Praxis und keine wörtliche Angabe der Quellen. Außerdem sollte der Kürbis einen intakten Stiel haben. Für die Haltbarkeit ist laut BZfE wichtig, dass der Stiel samt Ansatz unverletzt bleibt. Der Handel muss Speisekürbisse außerdem ganz, sauber, gesund und ohne Fäulnis anbieten.

Beim Einkauf also einfach mal den Hokkaido umfänglich betrachten. Mit einem Klopftest lässt sich zudem feststellen, ob er wirklich reif ist: Das BZfE schreibt, dass reife Kürbisse hohl klingen, wenn Sie auf die Schale klopfen, und einen verholzten Stiel haben. Die Reife erkennen Sie außerdem an der sortentypischen Farbe und einem braunen, verkorkten Stiel. Bei selbst geernteten Kürbissen ist die Schale hart, wenn sie reif sind, und lässt sich mit dem Fingernagel nicht mehr leicht einritzen. Die Reife sagt etwas über die Lagerfähigkeit aus, aber nichts darüber, ob ein Kürbis verdorben ist.

Kann man Schimmel auf dem Kürbis wegschneiden?

Bei Schimmelbildung auf der Schale hilft es nicht, diese Bereiche großzügig wegzuschneiden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schreibt, dass Schimmelpilze nicht nur an der Oberfläche wachsen, sondern auch tief in ein Lebensmittel eindringen können. Auch Sporen können Schimmelpilzgifte (Mykotoxine) enthalten. Das LAVES rät, alle Lebensmittel mit sichtbarem Schimmel vollständig zu entsorgen und angeschimmeltes Obst und Gemüse nicht weiterzuverarbeiten. Der ganze Kürbis ist dann nicht mehr für einen Verzehr geeignet.

Kochen oder Braten rettet ihn nicht: Mykotoxine sind laut BfR weitgehend hitzestabil und werden in der Regel nicht zerstört. Entsorgen Sie Verschimmeltes gut verpackt im Mülleimer. Der Schimmel kann sonst auf andere Lebensmittel übergehen. Auch verfüttern Sie angeschimmelte Kürbisreste nicht an Tiere, das BfR warnt davor ausdrücklich.

Fauler Kürbis: Geruch, Fruchtfleisch und Geschmack

Nach dem Aufschneiden eines Hokkaido Kürbis einfach mal am Fruchtfleisch riechen. Ist der Geruch unangenehm muffig, dann weg mit dem ganzen Kürbis. Ebenso wenn das Fruchtfleisch matschige Stellen enthält. Das ist Küchenpraxis und keine Angabe der Quellen, deckt sich aber mit der Vorgabe, dass Speisekürbisse ohne Fäulnis sein müssen.

Im rohen Zustand am besten einfach ein kleines Stück vom Fruchtfleisch abschneiden und kosten. Das BZfE empfiehlt diesen Knabber-Test bei allen Kürbisgewächsen. Schmeckt das Stück bitter, ist der ganze Kürbis ungenießbar und gehört in den Biomüll. Bei einem Hokkaido ist das nach dem BZfE nicht zu erwarten, weil er sich nicht mit Zierkürbissen kreuzt. Der Test ist trotzdem eine einfache Vorsicht.

Grüne Stellen: Ist der Hokkaido deshalb schlecht?

Nein. Grüne Flecken auf der orangen Schale sind kein Zeichen für Verderb. Daniela Krehl von der Verbraucherzentrale Bayern sagt, dass ein Kürbis mit Verfärbungen, aber ohne Schimmel bedenkenlos essbar ist. Die grünen Stellen zeigen, dass er noch nicht vollständig ausgereift ist. Ein solcher Hokkaido ist nicht so lange haltbar wie ein voll ausgereiftes Exemplar, verbrauchen Sie ihn also eher. Anders als bei Tomaten und Kartoffeln steckt in den grünen Stellen kein Solanin. Wie Sie Kürbisse mit Schale zubereiten, steht im Artikel Hokkaido schälen.

Was kann passieren, wenn man einen schlechten Kürbis isst?

Im Kürbis enthaltene Bitterstoffe, die Cucurbitacine, sind giftig. Das BZfE nennt als mögliche Folgen Schleimhautreizungen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Aufstoßen, Durchfall und Magenkrämpfe. Gefährdet sind vor allem Kinder, alte oder kranke Menschen. Auch Erhitzen zerstört die Bitterstoffe nicht. Mehr dazu im Artikel Hokkaido bitter oder giftig. Auch Schimmelpilzgifte können nach dem BfR Erbrechen und Durchfälle auslösen, bei häufiger Aufnahme schädigen sie außerdem langfristig.

Wer vorbeugen möchte, lagert nur unbeschädigte Kürbisse und kontrolliert den Vorrat regelmäßig auf Druckstellen. Wie das gelingt, steht im Artikel Hokkaido lagern. Wann ein Kürbis im Garten reif ist, beschreibt der Artikel Hokkaido ernten.

Quellen und weiterführende Links