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Ist Hokkaido-Kürbis gesund? Wirkung und Abnehmen

Der Hokkaido ist kalorienarm, gut verträglich und reich an Beta-Carotin. Eine Heilwirkung ist nicht belegt, beim Abnehmen zählt die Energiebilanz.

Von Daniel Weihmann · veröffentlicht am

Weidenkorb mit Hokkaido-Kürbissen auf einem Küchentisch

Der Hokkaido gilt als nährstoffreiches, kalorienarmes und gut verträgliches Gemüse. Das Bundeszentrum für Ernährung (BZfE) zählt ihn zu den nährstoffreichsten Kürbissen. Von einer Heilwirkung ist in den geprüften Quellen keine Rede, und zum Abnehmen taugt er nur als Teil einer Ernährung, die insgesamt weniger Kalorien liefert, als Sie verbrauchen. Ein Wundermittel ist er nicht.

Was spricht für den Hokkaido?

Das BZfE nennt Kürbis ein gut verträgliches Gemüse, das viele Nährstoffe bei wenig Kalorien liefert. Eine Portion von 150 Gramm Rohgewicht kommt auf knapp 50 Kilokalorien, denn Kürbisse bestehen zu rund 85 Prozent aus Wasser. Die genauen Werte stehen im Artikel Hokkaido-Kürbis: Kalorien und Nährwerte.

Besonders hebt das BZfE das Beta-Carotin hervor. Es steckt in großen Mengen im Hokkaido und färbt Schale und Fruchtfleisch orange. Der Körper nutzt es als Vorstufe von Vitamin A, das für die Sehkraft wichtig ist. Carotinoide wirken außerdem antioxidativ: Sie können freie Radikale abfangen und so die Zellen schützen. Dazu kommen kleine Mengen Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, B-Vitamine sowie Vitamin E und C. Die Ballaststoffe unterstützen die Verdauung. Weil das Beta-Carotin vor allem in der Schale sitzt, lohnt es sich, den Hokkaido ungeschält zu essen, wie im Artikel Hokkaido schälen beschrieben.

Wichtig ist die Einordnung: Die Aussagen des BZfE beschreiben Inhaltsstoffe und ihre bekannten Aufgaben im Körper. Ob sich ein einzelnes Gemüse wie der Hokkaido spürbar auf Ihre Gesundheit auswirkt, lässt sich daraus nicht ableiten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schreibt, dass Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, seltener von Bluthochdruck, Herzkrankheiten und Schlaganfall betroffen sind, und nennt Hinweise auf weitere Erkrankungen. Diese Aussage gilt für Obst und Gemüse insgesamt, nicht für den Hokkaido allein. Die DGE empfiehlt täglich mindestens fünf Portionen und nennt als Regel: je bunter, desto besser. Der Hokkaido ist dabei eine Möglichkeit von vielen.

Ist Hokkaido leicht verdaulich?

Das BZfE beschreibt Kürbis als mild-aromatisch und allgemein gut verträglich und nennt ihn ein ideales Gemüse für Babys bis hin zu Menschen mit empfindlichem Magen. Bei Babys sprechen Sie die Zubereitung und den Beikoststart bitte mit Ihrer Kinderärztin oder Ihrem Kinderarzt ab, mehr dazu unter Hokkaido-Babybrei. Die einzige Ausnahme ist ein bitterer Kürbis: Der ist giftig und gehört nicht auf den Teller, siehe Kann ein Hokkaido giftig sein?.

Hilft Hokkaido beim Abnehmen?

Zum Abnehmen finden sich in den geprüften Quellen keine Aussagen speziell zum Hokkaido und keine Belege für eine Kürbisdiät. Belegt ist aber ein Grundsatz der DGE: Wer abnehmen will, muss mehr Energie verbrauchen als er zuführt. Das fällt leichter mit Lebensmitteln mit niedriger Energiedichte, denn von ihnen lassen sich größere Mengen essen, die besser sättigen als kleine Portionen kalorienreicher Speisen. Die Energiedichte hängt nach der DGE vor allem vom Wasser- und Fettgehalt ab, und Gemüse hat durch sein Volumen und die Ballaststoffe eine niedrige. Da der Hokkaido zu rund 85 Prozent aus Wasser besteht und wenig Kalorien liefert, passt er in dieses Muster. Das ist eine Schlussfolgerung aus diesen Angaben und keine Aussage der Quellen über den Hokkaido selbst.

Die DGE weist auch darauf hin, dass Fett und Soßen die Energiedichte stark erhöhen. Eine Kürbissuppe mit viel Sahne oder Ofenkürbis in reichlich Öl bringt also schnell mehr Kalorien mit, als der Kürbis allein vermuten lässt. Zudem warnt die DGE, dass bei einer Ernährung nur mit sehr energiearmen Lebensmitteln unter Umständen nicht genug Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden. Wer wegen seines Gewichts oder einer Erkrankung gezielt Ernährung umstellen will, ist bei einer Ärztin, einem Arzt oder einer Ernährungsberatung besser aufgehoben als bei einem einzelnen Gemüse.

Wie essen Sie ihn am besten?

Zu einer besten Zubereitungsart gibt es keine belastbare Aussage. Die DGE rät allgemein, Gemüse sowohl gegart als auch roh zu essen, weil bestimmte Nährstoffe wie Beta-Carotin aus Möhren gegart besser verwertet werden. Für den Kürbis ist das nicht belegt. Zubereitungsideen finden Sie unter Hokkaido-Rezepte.

Quellen und weiterführende Links